Bitte warten...
wait
... gib uns Herzen, die verstehen!

Gila van Delden

... gib uns Herzen, die verstehen!

Ein Selbsterfahrungsbuch
Ein Tatsachenbericht, tiefgründig, spirituell und voller Humor


Heyne Verlag, München
ISBN13: 978-3453700581
336 Seiten - Hardcover: € 8.95

Jetzt online kaufen:
Amazon.de


Download der Leseprobe*:
docherzen.doc (39.5 kB)
zipherzen.zip (9.3 kB)
pdfherzen.pdf (44.7 kB)

*) Format: MS Word oder PDF
Word-Datei, gepackt: Externer Link:
Öffnet automatisch in neuem FensterWinZip
kostenlose PDF-Reader:
Externer Link:
Öffnet automatisch in neuem FensterAdobe Reader oder Externer Link:
Öffnet automatisch in neuem FensterFoxit Reader.

Im November 1998 erlebte ich etwas ganz Besonderes. In einem Hotel in der Nähe des Edersees leitete ich ein Harmonie-Seminar. Es hatte schon heftig gefroren, und die Straßen waren vereist.

Gerade hatten wir uns zum Kaffeetrinken eingefunden, als von der Rezeption die Nachricht kam, Besuch wäre für mich eingetroffen.

„Besuch?“ fragte ich überrascht. „Wer ist es denn?“

„Eine Dame möchte Sie gern sprechen.“

Ich rätselte, wer sie sein könnte, und ging erwartungsvoll in die Hotelhalle.

Eine mir unbekannte Frau - sie schien etwas jünger zu sein als ich - sah mich mit großen Augen an. Sie war eine sehr angenehme Erscheinung. Etwas ganz Besonderes ging von ihr aus. Sie kam auf mich zu, stellte sich vor und sprach mit leuchtenden Augen die schlichten Worte: „Sie sind die Frau meines Herzens. Ich habe Ihr Mutter-Erde-Buch gelesen.“

Oft erhalte ich Briefe mit dankbaren Worten, Briefe, die mit Herzblut geschrieben werden und über die ich mich sehr freue. Aber was ich hier erlebte, schien der Höhepunkt zu sein.

„O, danke für Ihre Worte“, entgegnete ich verblüfft und nahm ihre Hände. „Woher kommen Sie?“

„Aus Bonn.“

„Sie kommen jetzt aus Bonn - bei dem Wetter?“

„Ja, aber ich wäre auch zur Nordsee gefahren, wenn Sie dort ein Seminar gehalten hätten ...!“

„Und woher wussten Sie, wo ich jetzt bin?“ fragte ich, immer noch völlig fassungslos.

„Ich habe bei Ihnen zu Hause angerufen. Ihr Sohn Rico hat mir gesagt, wo ich Sie finde.“

Auch sie schien sich aufgrund der ungewohnten Situation in einer eigenartigen Spannung zu befinden. Ich konnte dieses alles noch nicht einordnen, aber das musste ich vielleicht auch gar nicht - einfach in Liebe annehmen, das war's.

„Darf ich Sie bitten, mit in unseren Raum zu kommen, wo unsere Gruppe gerade beim Kaffeetrinken ist? Sie sind herzlich eingeladen.“

Ganz liebevoll schaute sie mich an und sagte schlicht, dass sie gern mitkäme.

Sie hieß Christine. Kurz darauf stellte sich heraus, dass sie mitverantwortlich war für die Ausgabe des Heilpraktiker-Magazins.

„Moment“, runzelte Ellen die Stirn, die dieses Mal auch mit dabei war, und sah sie fragend an, “kann es sein, dass Sie das Mutter-Erde-Gebet in der letzten Ausgabe veröffentlicht haben?“

„Ja“, nickte Christine, „schön, dass Sie es gelesen haben. Es hat mich so beeindruckt, dass ich es gern herausgebracht habe.“

Und damit schloss sich wieder ein Kreis.

Unsere Kaffeepause war zu Ende. Christine war so angetan von der Liebe und der Sympathie, die ihr von der Gruppe entgegenströmten, dass sie mich zu meiner Überraschung bat, im Gruppenraum für die Teilnehmer ein Lied singen zu dürfen.

Da stand sie - und sang mit ihrer wunderschönen Stimme ein Lied über den Reichtum des Herzens, über das Licht der Welt, über Wunder und wie es ist, einfach einmal dem Herzen zu folgen.

Die Anwesenden waren derart beeindruckt von Christine, dass die Bitte ausgesprochen wurde, ob sie nicht noch einen Tag länger bei uns bleiben könnte bis zum Ende des Seminars.

Ich bin sicher, das wäre sehr schön gewesen, aber es hätte eine ganz andere Schwingung ergeben, und so entschied ich, dass Christine gern zu einem späteren Kurs kommen möge, wo sie auch von Anfang an dabei sein konnte.

Mit vielen liebevollen Umarmungen und herzlichem Winken haben wir sie dann kurz darauf in Liebe entlassen.

Immer wieder habe ich mich zu dem Zeitpunkt gefragt, was sie wohl für Beweggründe gehabt haben mochte. Ich fand keine Antwort. Es war mutig von ihr - und etwas verrückt.

Erst später, als sie mit ihrer ganzen Familie zum Silvester-Seminar 2000 kam, hat sie mir gestanden, es sei eine Art Mutprobe gewesen. Sie habe vorher einen Lehrgang besucht, wo die Aufgabe gestellt wurde, etwas zu tun, was voll aus ihrem Herzen kam, ohne Wenn und Aber des Kopfes, egal, was es für einen Einsatz erfordere oder koste, um dann zu sehen, was das mit einem Menschen mache. Diese Saat ist nicht nur bei ihr, sondern bei uns allen voll aufgegangen.

Kurze Zeit nach unserem ersten Treffen erhielt ich einen Brief von ihr:


Liebe Gila,

neu geboren kehrte ich nach Hause zurück -
von einem Abenteuer voll Herzenswärme und Glück -
der Abendhimmel stand in rotgoldenen Flammen -
die schmale Mondsichel leuchtete hell und klar -
ich wurde begleitet von einer Engelschar.


Die Luft war klar und kalt -
die Bäume huschten vorüber in dunkler Gestalt -
mein Herz war warm, vibrierend und tiefbewegt -
als ich plötzlich einen Kometen am Himmel sah -
und mein Herz sofort wusste, was hier geschah.


Du hast meine Heimreise gesegnet -
aus dem Himmel hat es Sternenglanz geregnet -
in diesem Augenblick wurde ich neu geboren -
in ein Leben voller Liebe und Licht -
das alles wäre ich ohne unsere Begegnung nicht.


Ein Gott hat meinen Weg zu Dir gelenkt -
ich wurde mit Wundern und Liebe so reich beschenkt -
ich danke Dir für diese wundervollen Stunden -
unsere Begegnung hat sich tief in mein Herz gesenkt -
und mein Leben in eine neue Richtung gelenkt.


In Liebe

               Christine

nach oben del.icio.us Wong Google
449.305 Besucher
nach oben
nach oben